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06 Planet Eden

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06 - Planet Eden

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Spannend - mal schauen, wohin die Reise geht!
Der sechste Teil der Serie - natürlich erneut ohne eigenständigen Titel - schließt nahtlos an der Handlung der vorherigen Folge an.

Die Crew der Kopernikus erlebt in den etwas über fünfzig Minuten Spielzeit einige für den Hörer aufschlussreiche und gut in Szene gesetzte Abenteuer. Das globale Problem tritt mehr und mehr in den Vordergrund. Die Welt steht am Abgrund, das Dunkel der Hintergründe wird langsam etwas gelichtet und die Frage ist, wie viele Menschen noch gerettet werden können. Dabei geht Autor Andreas Masuth recht frei mit dem Leben seiner Protagonisten um, was bereits im vorherigen Teil für eine kleine Überraschung gesorgt hat.

Das Sympathische an dieser Serie ist, dass die Protagonisten scheinbar nicht unter Schutz stehen und ihnen durchaus jederzeit etwas passieren kann. Das macht es einen Zacken interessanter und es drängt sich gar die Frage in den Vordergrund, ob die Serie überhaupt ein "Happy End" haben wird oder ob "wir" und die Erde dem Ende entgegen gehen. Parallelen zur richtigen Welt in Form von Gesellschaftskritik sind natürlich nicht von der Hand zu weisen, aber die Gedanken kann sich jeder Hörer selbst machen.

Ein starker Pluspunkt der Produktion ist im übrigen auch, dass sich nicht alles um das "Primärziel" dreht, sondern die Charaktere ihr Eigenleben weiter zur Verfügung haben und sich so nette Nebenschauplätze auftun, wie beispielsweise das einzulösende Versprechen an die verstorbene Amanda. Ganz nebenbei sei noch erwähnt, dass die Folge den Hörer natürlich im spannendsten Moment wieder alleine lässt und große Erwartungen für den siebten Teil weckt.

Sprechertechnisch ist die sechste Folge - im Gegensatz zur vorherigen - etwas abgespeckt worden und so sorgen "nur" Sandra Schwittau, Torsten Münchow, Norbert Gastell, Phillip Brammer, Fritz von Hardenberg, Christine Pappert, Michael Schernthaner, Walter von Hauff, Gerhard Acktun, Claudia Burges und Melanie Manstein für die stimmliche Umsetzung der sozialkritischen Geschichte.
Musik und Effekte sind über weite Strecken in Ordnung, nur das Problem mit den verzerrten Stimmen (in diesem Fall durch die Funksprüche) hat Maritim noch nicht in den Griff bekommen, es zieht sich durch alle derzeit erscheinenden Serien aus diesem Hause. Abwechslung und das nah an der Realität Bleiben sorgen im Normalfall für einen erhöhten Hörgenuss, aber das auditive Verständnis sollte dauerhaft im Vordergrund stehen - der beste Effekt bringt nichts, wenn die Stellen kaum zu verstehen sind.

Cover und Booklet sind wieder einmal nur stiefmütterlich behandelt worden. Während das Cover nicht unbedingt hinreißend, aber durchaus noch vertretbar ist, so zeigt sich das Innenleben wieder einmal von seiner grausamsten Seite. Acht lieblos aufgelistete Serienlogos mit belanglosen Zusatztexten verbrauchen den Platz und bieten dem Käufer nichts. Das "Beste" am Booklet ist wieder einmal nur die Sprecherliste. Dabei wäre es gerade für diese so stark zusammenhängende Serie eine enorme Bereicherung, wenn die zuvor geschehenen Ereignisse vor jeder Folge kurz zusammengefasst werden würden.

Insgesamt bietet der sechste Teil eine gute Handlung. Die Charaktere behalten ihr Eigenleben und ein erfreuliches Wiedersehen mit einer Figur sorgt für Optimismus vor dem CD-Player. Die Vorfreude auf die große Katastrophe im siebten Teil ist vorprogrammiert.
 
  Planet Eden - Teil 6
Erster Eindruck: Gewissenskonflikte...

Nach dem Schock der letzten, fürchterlichen Ereignisse zieht sich die Crew der Kopernikus in ihre neue Station zurück. Ihr Wille, weitere Menschen zu retten, ist ungebrochen, aus allen Teilen der Welt kommen Neuankömmlinge. Doch schon lauert die nächste Gefahr, und die Verantwortlichen werden vor eine schwierige Entscheidung gestellt - die wohl schwierigste ihres Lebens...

Planet Eden geht in die sechste Runde - erst in die sechste Runde muss man sagen, wenn man bedenkt, welch rasante Entwicklung die Serie seit ihren Start hingelegt hat. Jede Folge führt die Geschichte weiter und hat trotzdem ihre ganz eigene Farbe. So auch in dieser Folge, die als mein ganz persönliches Highlight kleine, außenstehende Ankündigungen enthält, die die Zukunft der Menschheit betrifft und sehr stimmungsvoll wirken. Die Crew der Kopernikus indes muss sich erst einmal wieder sammeln, um den Schock von Station 9 zu überwinden, wird aber kurz darauf wieder vor neue Probleme gestellt - was einen höchst interessanten Gewissenskonflikt auslöst: Wie viele Menschen kann ich opfern, um andere zu retten? Dies ist das Grundthema der Folge und bietet dem Hörer interessante Anreize und Gedankenspiele. Für die Folge indes bedeutet dies einen interessanten Verlauf, der gegen Ende an Fahrt aufnimmt und Spannung erzeugen kann. Dieser sechste Teil wirkt ernster als seine Vorgänger und entwickelt die Geschichte konsequent weiter, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Besetzung der einzelnen Rollen ist sehr gut gelungen, jeder Sprecher bringt seine ganz eigene Art mit ein. Sandra Schwittau fällt schon genügend wegen ihrer kratzigen Stimme auf, kann aber zusätzlich die Rolle der Justine mit einer sehr guter Interpretation ausstatten. Torsten Münchow bringt genügend Eindringlichkeit für die Rolle des Todor mit, er wirkt sehr glaubwürdig. Philipp Brammer spricht Utagawa und kann ebenfalls vollkommen überzeugen. Weitere Sprecher sind unter anderem Christine Pappert, Michael Schernthaner und Walter von Hauff.

Die akustische Gestaltung ist wieder gut gelungen und ergibt eine recht dichte Atmosphäre, die die Sprecher in ihrem Wirken unterstützt. Neben der passenden und stimmungsvollen Musik tragen hierzu insbesondere die Geräusche bei, die die jeweilige Situation glaubhafter und nachvollziehbarer machen.

Eine Stadt voller Wolkenkratzer, die einen sehr modernen Eindruck macht, wird aus dem Hintergrund von Wasser überflutet - der futuristische Aspekt des Cover überwiegt hier eindeutig, denn die Sturmflut ist leider nur auf den zweiten Blick erkennbar. Die restliche Aufmachung ist wie immer schlicht, aber ausreichend.

Fazit: Auch mit dem sechsten Teil wird Planet Eden auf eine neue, interessante Ebene geführt und bietet dem Hörer eine interessante Story.
 
Das Überleben ist nicht garantiert
Die Crew der Kopernikus ist immer noch schwer erschüttert durch den Verlust Amandas und dennoch läuft die Rettungsmission der letzten Überlebenden auf Hochtouren. Immer mehr Gemeinschaften Überlebender werden auf der Erde gefunden als Utagawa eine schreckliche Entdeckung macht, der Erde droht ein erneutes Inferno, welches diesmal alles Leben auslöschen könnte und den Planeten für mehrere Jahre unbewohnbar machen könnte. Die Crew der Kopernikus muss entscheiden wie viele Menschen die Raumstation Lunaris am Leben halten kann und wie man die restlichen Überlebenden auf der Erde vor der erneuten atmosphärischen Entladung warnen kann. Zudem muss sie die Kernschmelze in einem Reaktor verhindern und Todor arbeitet daran den schwer verletzen Helix zu reparieren.

Auch diese sechste Folge schließt wieder nahtlos ohne eine einleitende Zusammenfassung an Folge fünf an. Der Crew gelingt es immer mehr geheime Informationen zu entschlüsseln, die erklären, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte und dieses Geheimnis ist schrecklich, aber nicht wirklich überraschend.
Dieses Hörspiel ist insofern etwas besonders, weil es keine Garantie gibt, dass Hauptpersonen überleben. Von Anfang an konnte es jeden erwischen und so bleibt es spannend, denn es wäre den Produzenten durchaus zuzutrauen die Mission scheitern zu lassen und alle noch lebenden Menschen sterben zu lassen.
Eines der wenigen leicht sozialkritischen Hörspiele. Ein Konzern hat sich hier das Recht herausgenommen über Leben und Tod zu entscheiden und die Menschheit ins Unglück gestürzt und keiner hat eingegriffen bevor es zu spät war. Könnte so etwas wirklich geschehen? Ist die Politik in der Lage sich gegen Lobbyismus zu wehren und zu durchschauen, welche Ziele die großen Konzerne wirklich verfolgen? Hören Politiker auf die warnenden Stimmen und Wissenschaftlern und Experten? Schon die heutige Realität zeigt, dass dem nicht so ist, man bedenke nur die Endlagerung von radioaktiven Brennstoffen in Salzstöcken (Atomlager Asse), die nicht so sicher ist wie immer behauptet wurde, aber die warnenden Stimmen wurden immer ignoriert und Wassereinbrüche vertuscht.
Dieses Hörspiel malt ein düsteres Szenario für unsere Zukunft und das mit nur wenigen Sprechern auf eher klassische, minimalistische Art und Weise. In diesem Hörspiel wirt Wert auf die Handlung gelegt und weniger auf Actionszenen.
Diese Serie erzählt durchgängig und in teils verschachtelten Erzählsträngen was die Astronauten der Kopernikus nach ihrer Rückkehr auf die Erde erleben. Wie auch die Folge zuvor endet diese Episode überraschend mit einem Cliffhanger.

Fazit: Ein sehr gut produziertes, spannendes und mittlerweile sehr komplexes SF Hörspiel. Obwohl der Aufbau der Geschichte recht gradlinig ist laufen doch ab und an einige Handlungsstränge parallel, ohne dass es jedoch verwirrend wird. Jede Episode baut nahtlos auf der vorherigen auf, was einen Quereinstieg in die Serie unmöglich macht.


Die Reihe
01-Planet Eden
Planet Eden 02
Planet Eden 03
04-Planet Eden
Planet Eden 05: Ein Hörspiel von A. Masuth

 
  Großartige und anspruchsvolle Science-Fiction-Unterhaltung
Das Team der Orbitalstation Lunartis hat alle Hände voll zu tun, so viele Überlebende wie möglich von der Erde zu evakuieren. Doch dann macht Utagawa Yoshimoto eine schreckliche Entdeckung. Eine globale Klimakatastrophe droht den blauen Planeten über Jahre hinweg unbewohnbar zu machen. Allerdings gibt es auf der Lunaris nur begrenzte Kapazitäten, um die letzten Menschen mit Nahrung und Sauerstoff zu versorgen. Gemeinsam mit den schlagkräftigen Nimrods verstärken Ragnar und die Crew der Kopernikus ihre Anstrengungen, um möglichste vielen Menschen zu helfen. Dann kommt es erneut zu einem verheerenden Zwischenfall, der einem weiteren Crewmitglied das Leben kosten kann

Das fehlen einzelner Folgentitel sagt bereits aus, dass man die Science-Fiction-Saga PLANET EDEN als großes Ganzes betrachten sollte. Dementsprechend schwierig ist ein Quereinstieg, doch für Kenner der Serie ist der 6. Teil ein absolutes Highlight. Und dass, obwohl es eigentlich gar keine mittelmäßigen oder schlechten Folgen der Serie gibt. Im vorliegenden Hörspiel nimmt Andreas Masuth die Allmacht profitgieriger Konzerne ins Visier, die durch ihr Monopol bereits in heutiger Zeit beunruhigend viel Macht und Einfluss erlangt haben. Dabei ist das Schreckensszenario, das in PLANET EDEN entworfen wird gar nicht so abwegig. Die sich anbahnende Klimakatastrophe, der Kampf um das Leben von Helix-19, sowie die bereits bekannten mutierten Insekten sorgen für jede Menge Spannung. Sprecher, wie Sandra Schwittau, Torsten Münchow, Norbert Gastell oder auch Michael Schernthaner, sorgen für ein unvergessliches Hörerlebnis, für das der Slogan Kino im Kopf nicht übertrieben ist. Auch in Sachen Effekte und Soundtrack gehört PLANET EDEN zu den besten Produktionen des Labels. Einziges Manko ist der bisweilen schwer verständliche Funkverkehr. Und dieses Mal stimmt sogar der Cliffhanger, der das Warten auf Teil 7 nicht gerade leichter macht.

 
Gelungenes und dichtes Science-Fiction Hörspiel...
Inhaltlicher Überblick:

Der Preis war hoch. Zu hoch. Resigniert ziehen sich die Überlebenden des Massakers von Station 9 in den Erdtrabanten Lunaris" zurück. Dennoch laufen die Rettungsversuche weiter. Erfolgreicher unter der automatisierten Leitung der Nimrods. Aber da macht Utagawa Yoshimoto eine erschreckende Entdeckung: Der Erde droht ein zweites, noch schlimmeres Inferno. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, und der Platz auf der Orbiterstation ist begrenzt. Während der Countdown dem Ende entgegenläuft, muss die Crew der Kopernikus eine furchtbare Entscheidung treffen...

Meinung:

Die totale Neuordnung menschlichen Lebens hat begonnen. Der Kollaps ist vorprogrammiert und ein Reaktor steht kurz vor der Kernschmelze. Um dies zu verhindern, muss jede Menge Kühlwasser her. Sonst wird die Erde und alles was sich noch an Leben darauf befindet, wie in einem Schnellkochtopf gegart werden. Auf Anhieb wieder ein einfallsreicher Einstieg in Folge 6.

Spannend und abwechslungsreich baut sich die Story rund um die Rettungsaktion auf der Erde immer weiter auf, bevor dort alles wie das Gebiss einer 120jährigen aussehen könnte.

Andreas Masuth serviert Planet 6 wird mit vielen anregenden Fragen und Dialogen und lässt das Szenario sehr realistisch erscheinen. Die sympathische Computer-Stimme von Claudia Burges versorgt den Hörer zwischendurch mit interessanten und wesentlichen Fakten. Auch der Humor bleibt nicht auf der Strecke, genauso wenig wie Kampfhandlungen und weitere mitreißende Momente.

Die Sprecheranzahl hat sich in diesem Hörspiel im Gegensatz zu Folge 5 ziemlich dezimiert, was aber nicht geschadet hat. Als Sprecher sind Sandra Schwittau, Torsten Münchow, Norbert Gastell, Pilipp Brammer, Fritz von Hardenberg, Christine Pappert, Michael Schernthaner, Walter von Hauff, Gerhard Acktun, Claudia Burges und Melanie Manstein in dieser Folge zu hören.

Torsten Münchow, in der Rolle des Todor, ist es erfreulicherweise gelungen, den schwerverletzen Helix (Folge5) zu reparieren und seine Zellstruktur wieder herzustellen, was mich doch sehr gefreut hat. Amanda hatte es in Folge 5 nicht geschafft und auch in dieser Folge muss man wieder um einzelne Mitglieder der Rettungscrew bangen. Das macht Planet Eden noch viel realistischer und die passenden Musik- und Soundeinspielungen unterstreichen exzellent die düstere Handlung.

Fazit:

Planet Eden 6 ist zweifelsfrei ein gelungenes und dichtes Science-Fiction Hörspiel, welches ein beklemmendes und düsteres Szenario ins Kopfkino projiziert. So kann es weiter gehen.