Sturmglas

Des Admirals Sturmglas

Es war einmal ein Admiral namens Robert FitzRoy. Dieser befuhr mit seinen Seeleuten die Meere des 17. Jahrhunderts. Um das Wetter zuverlässig vorher sagen zu können, bediente sich eben dieser Admiral eines Sturmglases.

Das bewährte Wettermessgerät zeigt sich damals wie heute als elegantes, zylinderförmiges Glas, in dessen Innerem sich eine Lösung aus Kampfersalzen befindet. Salzkristalle haben die Angewohnheit, sehr empfindlich auf Änderungen von Luftdruck und Temperatur in Verbindung mit elektromagnetischen Wellen zu reagieren. Stellt sich eine Veränderung der Wetterlage ein, so reagieren die Salzkristalle darauf und zeigen durch ihr Stadium das zu erwartende Wetter an.

So sieht der Kenner anhand des Sturmglases sehr schnell, welches Wetter ansteht. Bei guter Wetterlage bleibt die Flüssigkeit glasklar. Kommt aber schlechtes Wetter auf, so bilden die Salzkristalle Flöckchen aus. Je mehr dieser Flöckchen zu sehen sind, desto schlechter wird das Wetter sein. Wachsen aber richtige, erkennbare Kristalle im Inneren des Glases nach oben, so ist mit einem gewaltigen Sturm zu rechnen. Dann heisst es, alles was nicht niet- und nagelfest ist zu sichern.

Sicher werden Skeptiker nicht glauben, dass so etwas funktionieren kann. Denen sei gesagt, es einfach selbst zu beobachten. Ein Sturmglas ist nämlich zudem ein nettes Wohnaccessoire, dass auf der Fensterbank, im Wohnzimmerregal oder in einer Vitrine eine gute Figur macht. Sollte also die Wettervorhersage nicht so funktionieren, wie man erwartet hat, so hat man immer noch einen netten Hingucker. So eignet sich ein Sturmglas auch immer als nettes Mitbringsel für Freunde und Bekannte. Und so mancher Skeptiker wird sich wundern, dass eine Wettervorhersage mit dem Sturmglas doch tatsächlich funktioniert.